Ceci n´est pas une pipe

5.2.2017

 

 

Die Mafia hat einen neuen Paten.

Welche Überraschung: Der Wahlkongress, in dem die Frauen zwar einen Sitz, aber keine Stimme haben, weil sie zweitrangig sind, hat Herrn Fernando Ocáriz Braña zum Prälaten der weltweit einzigen Personalprälatur gewählt. Unter den Wählern (gegendert wird hier nicht) befindet sich auch ein Numerarier-Bischof, den dieser Verein eigentlich gar nichts mehr angehen sollte. Fassen wir also, in aller Einfachheit, damit es auch die Numerarier verstehen, zusammen:

1) Die Wahl des neuen "Vaters" ist kein "Konklave" (vgl. http://www.lastampa.it/2017/01/24/vaticaninsider/es/en-el-mundo/cnclave-relmpago-del-opus-dei-ocriz-es-el-nuevo-prelado-rTsdQevNL6unMBOYJd3uYM/pagina.html, Stand 5.2.2017), sondern ein abgekartetes Spiel.

2) Der Nikolo auf dem obigen Foto ist kein Bischof, sondern der erwähnte Fernando Ocáriz Braña, der sich so verkleidet hat. Das machen die großen Kinder gerne; hat nicht auch einmal Richard E. die Polizeiuniform von Fritz B. angezogen und ist damit über den Graben stolziert? Verkleidet sich das Werk nicht selbst als Prälatur, obwohl es ein Säkularinstitut ist, strenger als die Kartäuser, und sind nicht die Numerarier als Laien verkleidete Mönche und Nonnen? Hat Familie Schreiber nicht 500 Jahre lang aus Angst vor der Heiligen Inquisition so getan, als ob sie Katholiken wären, auch wenn Doña Dolores keinen Schinken hinuntergebracht hat und die Crespillos mit Olivenöl statt mit dem billigeren Schweineschmalz angerichtet hat? Die ganze Welt ist Bühne, und aus dem abgehausten Tandel-Taten José Escribá Corzan kann man immer noch einen Landedelmann schneidern. Aber woher sollen es die Kinder wissen, wenn sogar der unerträgliche B XVI als Papst verkleidet herumläuft, obwohl er es gar mehr nicht ist.

3. Herr Ocáriz ist kein Bischof, sondern Priester. Insofern er Numerarier ist, hat er gar keine priesterliche Berufung. Und wenn er die geistliche Leitung nach dem Geist und der Praxis des Opus Dei ausgeübt hat, ist er vermutlich ein exkommunizierter Priester, weil das Beichtgeheimnis den Bedürfnissen der Leitung der Sekte untergeordnet ist.

4. Der Prälat des Opus Dei ist nicht der Bischof des Opus Dei, selbst wenn er die Bischofsweihe empfangen hätte. Das Opus Dei hatte per 31.12. 2015 2.094 Mitglieder, denn Mitglieder einer Personalprälatur können nur Kleriker sein (vgl. http://www.vatican.va/archive/DEU0036/__P10.HTM). Die anderen sind Mitarbeiter, und deshalb kann man die anorganischen Mitarbeiter ("Mitarbeiter") auch zu den organischen Mitarbeitern (die sogenannten "Laienmitglieder" - "laici cooperari possunt") dazurechnen, weil es eh wurst ist, weil man so tun  muss, als würden es immer mehr kleine Negerlein, obwohl es immer weniger werden, und weil die armen Trottel gar nicht wirklich vom Opus Dei sind, obwohl sie alles zahlen und sich brav alle Samstage peitschen. Wir lügen also über unsere kirchenrechtliche Identität, über die Zahl der Mitglieder, und damit es alle glauben und die Mitglieder lernen, wie man dreist lügt, verkleiden wir uns als Bischof, auch wenn wir keiner sind.

5. Herr Ocáriz ist lediglich Prälat des Opus Dei (den Job hat sogar Xavi geschmissen, und der konnte sonst wirklich nichts). Allerdings schämt er sich seiner Prälatur, denn er hat Agustina López de los Mozos Muñoz am 17.10.2011 per Fax gebeten, auf ihrer Homepage nichts über seine Zugehörigkeit zum Opus Dei zu schreiben. Das kann man verstehen, denn auch wenn die geldgierige Kindersekte nicht die Omertà pflegen würde wie die Cosa Nostra, müsste man sich dafür genieren.


Wir bleiben dran an ihm.


DS

 Zurück