Marcus Tank: Die Versuche des hl. Josemaria Escrivá de Balaguer, Bischof zu werden

Eine niemals erzählte Geschichte (1)

Die Geschichte einer Person lässt die aus unterschiedlichen Gesichtspunkten erzählen, die die abschließende Gesamtbewertung völlig unterschiedlich ausfallen lassen. Was das Leben von Escrivá de Balaguer begrifft, so sind über ihn zahlreiche Biografien im Umlauf, deren Entstehung das Opus Dei selbst angeregt und überwacht hat und die man als Hagiographien einstufen könnte, von denen einige Berge von Belegen beibringen, um ihre Behauptungen zu stützen, so etwa Vázquez de Prada im zweiten Band seiner dreibändigen Biographie, die sich auf die Materialien stützt, die das Opus Dei beim Heiligsprechungsprozess für Escrivá vorgelegt hat und die er nahezu unverändert übernommen haben dürfte (vgl. die Studie von Giancarlo Rocca, El fundador del Opus Dei. Una evaluación Crítica, in: ‘Revue d’Histoire Ecclésiastique’, Louvaine, April 2007). Nun, abgesehen davon, was eine Biographie sagt oder dokumentiert, kann das, was sie wissentlich weglässt, ihren Wert doch sehr in Frage stellen; in noch höheren Maß gilt das , wenn es sich um die Unterlagen zu einem Heiligsprechungsprozess handelt.

Eine umfassende Dokumentation hierzu liefern Jaume García Moles mit seiner Arbeit José María Escrivá Albás: Einige historische Probleme I (Quellen und Methodik)  sowie der Kirchenhistoriker Giancarlo Rocca. Wir möchten an dieser Stelle eine Dokumentation vorlegen, die den Großteil von uns bisher unbekannt war, die die Machinationen des hl. Josemaría Escrivá de Balaguer zeigen, um Bischof zu werden. Diese Dokumente können im Archiv der Stiftung Francisco Franco, im Archiv des Außenministeriums und im persönlichen Archiv Francos eingesehen werden.

Escrivá war nicht von der Hierarchie für ein Bischofsamt vorgeschlagen worden, sondern von ihm selbst, indem sich Escrivá der weltlichen Autoritäten bediente und seinen politischen Einfluss im Umkreis von Franco geltend zu machen suchte. Wir legen hierzu Dokumente vor, die diesem Zweck dienen sollten, unter anderem eine Eingabe Alvaro del Portillos beim Staatssekretariat des Vatikans, parallel zu Bestrebungen, die über die Regierung Francos eingefädelt wurden. Es wirkt eigenartig, dass Alvaro del Portillo, der die Heiligsprechung Escrivás von Seiten des Opus Dei in die Hand nahm und der der wichtigste Zeuge im Prozess war, die Bemühungen Escrivás bei der spanischen Regierung unter General Franco und im Vatikan, Bischof zu werden, vollkommen totschwieg. Bekannt ist jedenfalls, dass Franco das Privileg hatte, Vorschläge zur Besetzung der spanischen Bischofsstühle zu machen.

Laut dieser Dokumentation, die wir hier veröffentlichen und zu der wir noch einige Beiträge hinzufügen, muss man die Aufrichtigkeit dieser beiden Persönlichkeiten der jüngeren Kirchen­geschichte in Zweifel ziehen, ihre Wahrhaftigkeit und ihren heiligen Lebenswandel; das Gleiche gilt für den historischen Wert der Hagiographien Escrivás, die keine Silbe über das – doch wohl bedeutsame – Bestreben ihres Protagonisten verlauten lassen, Bischof zu werden; und man muss die Strenge und Unvoreingenommenheit in Zweifel ziehen, mit denen die Kirche Personen heiligspricht.

Bevor Alvaro del Portillo endgültig in Rom blieb, unternahm er einige Reisen in diese Stadt, um die endgültige päpstliche Approbation des Opus Dei zu erlangen. Eine dieser Reisen unternahm er 1943, noch als Laie. Am 4. Juni 1943 empfing ihn Papst Pius XII. Im Februar des Jahres 1946 kehrte Portillo nach Rom zurück, wo er für einige Monate blieb. Wir kennen das genaue Datum nicht, an dem Portillo Msgr. Montini (den späteren Paul VI.), der mit den Angelegenheiten des Staatssekretariats befasst war, auf dieses Anliegen ansprach. Gewiss ist allerdings, dass Tardini, der in eben jenem Staatssekretariat für die Beziehungen zu den Staaten zuständig war, über das Manöver Portillos informiert war, als dieser in den ersten Novembertagen 1946 die spanische Botschaft besuchte. Die Angelegenheit ist schwerwiegend und hässlich, denn sie bedeutet einen Eingriff in die Politik der Regierung Spaniens, um, die Ernennung Escrivás zum Militärvikar (das entspricht dem jetzigen Militärbischof) durchzusetzen, in einem Augenblick, als es dieses Vikariat noch gar nicht gab, sondern lediglich den Plan, es wieder einzurichten; außerdem unterlief es den Amtsweg, da es offiziell noch keine Gespräche der spanischen Regierung mit den Stellen des Vatikans in diesem Sinne gab. Merkwürdig mutet hier die Verwechslung an, die dem Botschafter unterlief, als er irrtümlich „de Romní” als zweiten Familiennamen des Gründers anführte, ein Zeichen dafür, dass Escrivá damals noch völlig unbekannt war und nur der Name „Escribá de Romní” geläufig.

Dieser offizielle Brief des spanischen Botschafters an den Heiligen Stuhl enthüllt nicht nur eine sinistre und illoyale Intrige Portillos und Escrivás, sondern sie zeigen auch den direkten Versuch Escrivás, seine Ernennung zum Bischof durchzusetzen; er hatte nicht nur in seinem Herzen den Wunsch, dieses Amt zu erlangen, er setzte auch ausdrückliche Schritte, um dies  zu erreichen. Diese Haltung widerspricht aber seiner angeblichen Demut und Ehrenhaftigkeit, die allein schon sein priesterliches Amt von ihm erfordert hätte. Und schlimmer noch, es verrät, dass die angeblich vollständige Widmung an das Opus Dei, seine „Vaterschaft“ eine Lüge waren, sein angeblich klares Bewusstsein, dass er nur auf Erden war, um es zu verwirklichen. Offenbar war es ihm aber keins ehr großes Anliegen, denn er war bereit das „Werk Gottes“ zu verlassen, um Bischof zu werden. Und was soll man von der Aufrichtigkeit Portillos gegenüber den Mitgliedern des Opus Dei und seine Aussagen im Heiligsprechungsprozess Escrivás halten? Wir haben hier einen neuerlichen Beweis für den Betrug und die Manipulation, denen wir unterworfen waren. Diese Dokumentation zieht außerdem Portillo als christliches Vorbild in Zweifel, ungeachtet seines Seligsprechungstermins im kommenden September, da er diese Fakten, von denen er sehr wohl wusste, verheimlichte.

Man könnte jetzt natürlich vorbringen, dass dieses Dokument noch keinen Beweis für die versuchte Einflussnahme bei der spanischen Regierung darstellt, um Escrivá zum Bischof machen zu lassen, sondern den spontanen Kommentar Portillo gegenüber Montini angesichts eines Gerüchts. Um jeden Zweifel auszuschalten, legen wir einen Brief des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten an den spanischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Fernando María Castiella, vom 2. Juni 1956 vor, in dem dieser über einen Besuch von Antonio Pérez, dem Generalsekretär des Opus Dei, beim Minister informiert wird, der sich für eine Bischofsernennung von Alvaro del Portillo einsetzte, da sich der Heilige Stuhl weigerte, Escrivá de Balaguer eine Diözese zu geben. Daraus ergibt sich, dass die Initiative, ihn zum Bischof zu ernennen, weder von der Regierung Spaniens oder vom spanischen Episkopat ausging, sondern vom Opus Dei. Seit dem Jahr 1942, als die spanische Regierung damit begann, den Namen Escrivás für ein Bistum ins Spiel zu bringen, bis 1956 hat Escrivá nicht aufgehört alle Hebel in Bewegung zu setzen, um sich durch Untergebene als potentieller Bischof ins Spiel zu bringen, zuerst der Militärdiözese, dann  als Ortbischof, und er benutzte für seine persönlichen Zwecke sogar die spanische Regierung, um sich beim Heiligen Stuhl zu verwenden. Er schaffte es trotz aller Bemühungen nicht, Bischof  zu werden, er wurde lediglich 1947 zum Päpstlichen Hausprälaten ernannt, was ihm lächerlich vorkam.

Daraus ergibt sich schlussendlich, dass sich der wirkliche Escrivá sehr stark von der Kunstfigur unterscheidet, die er und die von ihm geschaffene Institution erzeugt haben.

In der Folge werde ich den Brief vorlegen, in dem der Minister für Auswärtige Angelegenheiten den Botschafter Spaniens beim Heiligen Stuhl über den Besuch von Antonio Pérez informiert.


 

 

 

PRETENSIÓN DEL EPISCOPADO POR SAN JOSEMARÍA ESCRIVÁ DE BALAGUER
Una historia nunca contada (1)
Por Marcus Tank


La historia de una persona es susceptible de ser narrada con enfoques distintos que pueden cambiar completamente la valoración final. En relación con la vida de Escrivá de Balaguer, existen en la actualidad numerosas biografías promovidas y supervisadas por el Opus Dei, que pueden considerarse hagiografías, algunas de las cuales aportan una ingente documentación avalando sus afirmaciones. Tal es el caso del segundo trabajo de Vázquez de Prada, que consta de tres volúmenes. Este trabajo se realizó a partir de los materiales de la Biografía Documentada presentada por el Opus Dei en la Congregación de las Causas de los Santos con motivo del proceso de canonización de Escrivá, y es muy similar a ella (cf. el estudio de Giancarlo Rocca, El fundador del Opus Dei. Una evaluación Crítica, en: ‘Revue d’Histoire Ecclésiastique’, Lovaina, abril de 2007). Pues bien, en las biografías, aparte de lo que se dice y documenta, lo que voluntariamente se omite puede llegar a ser fundamental cuando su conocimiento cambia del todo el sentido de lo que se cuenta1. Y esto reviste especial importancia en el caso de un proceso de canonización.
En sucesivos artículos daremos a conocer una documentación, inédita para la mayoría de nosotros, que muestra las maquinaciones de San Josemaría Escrivá de Balaguer para ser obispo. Estos documentos pueden consultarse en el archivo de la Fundación Francisco Franco y en el archivo del Ministerio de Asuntos Exteriores. La Fundación F. Franco conserva el archivo personal de Franco.
Escrivá no fue propuesto por la autoridad eclesiástica para ser obispo, sino por él mismo, esto es, por la autoridad civil como consecuencia de las maniobras del propio Escrivá, que supo mover sus influencias políticas en el entorno de Franco. Los documentos que presentamos evidencian una de las muchas gestiones que se llevaron a cabo con esa finalidad, en este caso una gestión de Álvaro del Portillo en la Secretaría de Estado del Vaticano, actuación que es paralela y extensible a las realizadas con el gobierno de Franco. Resulta extraño que Álvaro del Portillo, que controló la canonización de Escrivá por parte del Opus Dei y que fue su principal testigo en el proceso, no aportase al mismo ningún dato sobre esas gestiones de Escrivá para alcanzar el episcopado, realizadas ante las autoridades civiles del gobierno español del general Franco y también en el Vaticano. Es sabido que Franco tenía por privilegio el Derecho de presentación para la elección de los obispos de España.
1 Es lo que también se evidencia con los datos que aportan el magnífico estudio de Jaume García Moles, “José María Escrivá Albás. Algunos problemas históricos” (cf. opuslibros.org), y los trabajos del historiador Giancarlo Rocca sobre Escrivá.
Según esta documentación que aportamos, a la que iremos añadiendo más en las siguientes entregas, queda en entredicho la rectitud de estos dos personajes de la historia reciente de la Iglesia, su veracidad y santidad de vida, el valor científico de las hagiografías de Escrivá –que no mencionan un asunto tan importante como su pretensión del episcopado-, y la rigurosidad de los procesos de canonización de la Iglesia.
Álvaro del Portillo, antes de establecer su residencia definitiva en Roma, hizo varios viajes a esa ciudad para gestionar la aprobación canónica pontificia del Opus Dei. Uno de esos viajes ocurrió en el año 1943, siendo todavía laico. El día 4 de junio de 1943 lo recibió el Papa Pío XII. En febrero del año 1946, Portillo volvió a Roma, donde permaneció varios meses. No sabemos la fecha exacta en que Portillo habló sobre el tema al que nos estamos refiriendo con Montini (futuro Pablo VI), encargado de los asuntos internos de la Secretaría de Estado. Pero lo cierto es que Tardini, que en la misma Secretaría de Estado era el responsable de las relaciones con los Estados, estaba al tanto de la maniobra de Portillo cuando le visitó el embajador de España en los primeros días de noviembre de 1946. El asunto es muy grave y feo porque supone una interferencia en la política de Estado del gobierno de España, dando por supuesto una postura oficial: que el Gobierno de la nación estuviera pensando en la candidatura de Escrivá para Vicario General Castrense (lo que actualmente es el Obispo Castrense), cuando en ese momento no existía el Vicariato Castrense, aunque hubiera el proyecto de restaurarlo; y puenteando además al Gobierno de España en su política de Estado, pues todavía no había iniciado conversaciones oficiales en tal sentido con el Vaticano. Resulta curiosa la equivocación del embajador al añadir “de Romaní” como segundo apellido del fundador. Denota la poca notoriedad de Escrivá y que le sonaban los apellidos “Escribá de Romaní”.
Esta carta oficial del embajador de España ante la Santa Sede, además de desvelar una oscura y desleal intriga por parte de Portillo y Escrivá, manifiesta la pretensión de Escrivá de ser nombrado obispo por medio de acciones concretas en ese sentido. No se trata simplemente de una íntima aspiración al episcopado, sino de poner medios explícitos para conseguirlo. Lo que desdice de la humildad y honradez requeridas para el ministerio sacerdotal. Y peor aún, demuestra la falsedad de la afirmación de Escrivá acerca de su dedicación al Opus Dei y de su paternidad: su plena conciencia de estar sobre la tierra sólo para realizarla. Mucha conciencia no tenía, puesto que estaba dispuesto a dejar la “Obra de Dios” para ser obispo. ¿Y qué podemos decir de la veracidad de Portillo con los miembros del Opus Dei y en su declaración en el proceso de canonización de Escrivá? Es una evidencia más del engaño y manipulación al que hemos sido sometidos. Esta documentación pone también en entredicho la ejemplaridad cristiana de Portillo, de cara a su ya prevista beatificación en el mes de septiembre de este año, por ocultar esos hechos que él conocía.
Podría alegarse que este documento no prueba la existencia de esas gestiones positivas con el gobierno español para promocionar el episcopado de Escrivá, sino sólo el comentario espontáneo de Portillo a Montini sobre un rumor. Para
salir de dudas, aportamos una carta del ministro de Asuntos Exteriores al embajador de España ante la Santa Sede, Fernando María Castiella, fechada el 2 de junio de 1956, en la que le informa de que Antonio Pérez, Secretario General del Opus Dei, le ha visitado para promocionar la candidatura episcopal de Álvaro del Portillo, ya que la Santa Sede se resiste a nombrar obispo residencial a Escrivá de Balaguer. Por lo tanto, se confirma que la iniciativa en el nombramiento de obispo no es del Gobierno de España, ni del episcopado español, sino del Opus Dei. Desde el año 1942, que es cuando empieza a barajarse por el Gobierno el nombre de Escrivá como episcopable, hasta esa fecha de 1956, Escrivá, por medio de los suyos y de personas afines, no ceja en el empeño de ser obispo, primero castrense y luego residencial, y de maniobrar ante el gobierno de España y ante la Santa Sede para conseguirlo. Nunca logró ser obispo a pesar de sus esfuerzos en ese sentido, sólo que lo nombraran prelado doméstico del Papa en 1947, cosa que según parece le supo a poco.
Al final resulta que el Escrivá real es un personaje muy distinto del fabricado por él mismo y por la institución que fundó.

1A continuación, nota del ministro de Asuntos Exteriores al Embajador de España ante la Santa Sede informándole sobre la visita de Antonio Pérez.